Bei Thorsten, Kathrins Mann, kommt es während eines Krankenhausaufenthalts zu einer Katheter assoziierten Infektion. In deren Verlauf entwickelt sich wegen inadäquatem Umfang und verzögerter Reaktion eine schwere Sepsis. Thorsten leidet wochenlang qualvoll unter sehr großen Schmerzen. Kathrin ist jeden Tag viele Stunden an seiner Seite. Sie erlebt ihre eigene Hilflosigkeit und gleichzeitig die Ohnmacht der Ärzte. Mehrere Therapieversuche schlagen nicht an. Er wird zwei Mal in ein anderes Krankenhaus verlegt. Bei der zweiten Verlegung wird Kathrin nicht informiert, so dass sie zunächst den Schock erlebt, ein „leeres Bett“ vorzufinden.
Im dritten Krankenhaus nimmt unterstützend eine Psychologin Kontakt zu Kathrin auf. Es gelingt, eine gute Beziehung herzustellen, die Kathrin in der Situation entlastet. Dies gilt auch, als Thorsten nach 6 Wochen letztlich an der Sepsis verstirbt.
Kathrin möchte gerne eine Therapie bei der Psychologin fortsetzen, was aufgrund der fehlenden Kassenzulassung allerdings nicht geht. Sie nimmt Kontakt zu zwei Psychotherapeuten auf, die in den probatorischen Sitzungen nicht mit der Ambivalenz des Erlebten umgehen können vor dem Hintergrund, dass eine ganze Reihe schwerer Fehler passiert sind. Letztlich finanziert Kathrin die Therapie bei der Psychotherapeutin, die sie im Krankenhaus kennengelernt hat, unter wirtschaftlichem Aufwand aus eigenen Mitteln. Mit Hilfe der Psychotherapie gelingt es Kathrin, ihre Erfahrungen so zu verarbeiten, dass sie auch selbst wieder Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen kann.


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